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Bild zum Buch: Abgewählt

Abgewählt

Dieses Buch ist ein „must“ für alle politisch interessierten Frauen – und Männer.“

Peter Hartmeier, Chefredaktor „Tages-Anzeiger“, im „Sonntalk“ von Tele Züri, 21.November ... mehr

Buchcover von: Herzrasen

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Sachbuch
Edition Xanthippe

24.80 Sfr* | 17.90 €*
englische Broschur
180 Seiten
ISBN: 978-3-905795-15-8

1. Auflage
Erscheinungsdatum:
01. März 2012

*unverbindliche Preisempfehlung

Herzrasen

Annemarie Stalder

Eine Mutter verliert ihren 16-jährigen Sohn bei einem Raserunfall – vom Umgang mit dem Unfassbaren


Am 15. Juni 2004 steigt der Schüler Omar Stalder in den Alfa Romeo eines Bekannten. Der 16-Jährige hat die Forchbahn verpasst und will pünktlich zu Hause sein. Ein weiterer Automobilist schliesst sich ihnen mit seinem BMW an. Die beiden jungen Lenker liefern sich ein Rennen. Ein Leitungsmast in Esslingen stoppt die rasende Fahrt. Der Beifahrer Omar stirbt auf der Unfallstelle. Zehn Minuten vor seinem Tod schreibt er eine SMS an seine Mutter: „Mami, wie geht es dir? Geht es dir gut, Mami?“ Der Alfa-Romeo-Lenker erliegt eine Woche später seinen Verletzungen. Auf dem Rücksitz des verunfallten Wagens sitzt ein Jugendlicher, der unversehrt bleibt. Er gibt der Mutter die letzten Worte ihres Sohnes wider. Verzweifelt habe Omar gerufen: „Fahr nicht so schnell! Fahr nicht so …“ Der Unfall zieht grosse Kreise. Die Gesellschaft hat genug von den Rasern.

Nach Omars Tod beginnt ein Kampf ums Weiterleben. Ohne seine Geschwister und das Schreiben wäre die alleinerziehende Mutter mit ihrem zweitjüngsten Sohn gestorben. Sie schreibt, zuerst im Alleingang, dann im Rahmen einer Schreibausbildung. In der Welt der Literatur wird ihr Schmerz mit der Zeit erträglicher und nur dort fühlt sie sich noch sicher und aufgehoben.

In ihrem Buch Herzrasen erzählt Annemarie Stalder vom Unfalltod ihres Sohnes Omar und den Jahren danach. Sie berichtet über ihre Reaktion, als das Obergericht den BMW-Lenker freispricht und ihm erst noch eine Prozessentschädigung von über 10 000 Franken zusichert, die teilweise von der Mutter bezahlt werden muss. Sie schildert die wiederkehrenden Zusammenbrüche, ihre Krankheit (Dissoziationen) und die schier grenzenlose Unterstützung ihrer Mitmenschen. Durch die Authentizität ihrer Worte berührt sie den Leser auf eindrückliche Weise.

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Portraitbild von:

Annemarie Stalder

Annemarie Stalder


Annemarie Stalder, geboren 1959 in Zürich, nach der Handelsschule lebte sie eine Zeit lang in der Wüste Sinai, die sie bis heute fasziniert und sich auch in den Vornamen ihrer Buben niedergeschlagen hat. Langjährige Tätigkeit als Arztsekretärin. 2006 Beginn eines Journalistikstudiums, Abbruch wegen Krankheit. 2007–2009 Abschluss des Studiengangs „Literarisches Schreiben“ an der Schule für Angewandte Linguistik, Zürich (SAL). Sie ist im Komitee der Initiative „Schutz vor Rasern“ (RoadCross). Sie ist Mutter einer 29-jährigen Tochter und zweier weiterer Söhne im Alter von 24 und 18 Jahren.

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